Spielzeug: Welche Normen und Labels sind zu beachten?

Die Sicherheit von Spielzeug wurde mit der Einführung neuer strenger Richtlinien verstärkt. Die Hersteller unterliegen diesen Normen und Etiketten mit dem Ziel, Spielzeug herzustellen, das ausschließlich für Spielzwecke von Kindern verwendet wird. Die Produkte werden somit spezifischere Kennzeichnungen und Labels enthalten, um ihre Qualität zusätzlich zu einer besseren Überwachung der Qualitätskontrolle zu gewährleisten.

Die Europäische Richtlinie 2009/48/EG

Diese Richtlinie ersetzt direkt die Richtlinie 88/378/EWG, die geändert werden musste, um den Entwicklungen in der Spielzeugherstellungstechnologie Rechnung zu tragen, wobei auch die Verpflichtungen und die Rolle der Wirtschaftsteilnehmer gestärkt wurden. Die Wirtschaftsakteure müssen zusätzlich zur EG-Konformitätserklärung auch technische Unterlagen erstellen und diese für einen Zeitraum von 10 Jahren ab dem Zeitpunkt des Inverkehrbringens des Spielzeugs aufbewahren. Sie werden auch verpflichtet, Sicherheitsanalysen und -bewertungen sowie Konformitätsbewertungen von Produkten durchzuführen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Sicherheitsanweisungen in einer für die Verbraucher verständlichen Sprache abgefasst sind. Dies wird insbesondere die Behörden in die Lage versetzen, das Design von Spielzeug besser zu kontrollieren.

Die Spielzeughersteller müssen dann ihre Spielzeuge um 3 Aspekte herum entwerfen, die den Anforderungen der europäischen Norm entsprechen: Entflammbarkeit, Migration chemischer Verbindungen und physikalische und mechanische Eigenschaften. Schließlich wird das „CE“-Logo auf der Verpackung oder dem Spielzeug angebracht, das anzeigt, dass der Hersteller ein Produkt als vorschriftsmäßig erklärt hat, und sein Fehlen sollte alle Verbraucher unbedingt auf die Nichteinhaltung der Normen aufmerksam machen.

Die NF-Normen

Auf nationaler Ebene konzentriert AFNOR ihre Intervention auf die Umsetzung und Einhaltung allgemeiner Sicherheitsnormen. Die genannten Normen spiegeln die grundlegenden Anforderungen wider und werden regelmäßig aktualisiert. Jedes Spielzeug wird daher nach diesen Normen hergestellt, die in mehrere Teile von NF EN 71-1*A1 bis NF EN 71-14 unterteilt sind.

Für elektrisches Spielzeug treten zusätzliche Normen in Kraft (NF EN 621558-2-7, NF EN 62115 mit NF EN 62115/A2, /A11 und /A12) und werden von NF EN 55014-1 begleitet, um die elektromagnetische Verträglichkeit des Produkts zu gewährleisten.

Die spezifischen Etiketten

Die Materialien, aus denen Spielzeug besteht, können für Kinder gesundheitsgefährdend sein und haben zu einem Verbot der Verwendung bestimmter Verbindungen in Produkten geführt, die z.B. mit dem Mund oder den Augen in Berührung kommen können (Aluminium, Kadmium, Blei usw.). Die Kennzeichnung von Spielzeug wie Öko-Tex wird insbesondere die Abwesenheit dieser schädlichen Produkte bescheinigen und kann zur Verbreitung verschiedener Informationen genutzt werden, wie z.B. die FSC- oder PEFC-Ökolabels, die an Holzprodukte vergeben werden und die nachhaltige Bewirtschaftung und Nutzung von Waldressourcen hervorheben.

Andere seltenere Erwähnungen können von unabhängigen Organisationen verwendet werden, wie z.B. „Gut“, um die pädagogischen und technischen Eigenschaften des Spielzeugs zu bestätigen, oder „Spielgut“, das die Abwesenheit von giftigen Substanzen bescheinigt.