Weichmacher
Weichmacher im Kinderspielzeug stehen zu Recht immer wieder in der öffentlichen Kritik. Aber nicht alle Weichmacher sind gefährlich.
Die Aufgabe von Weichmachern besteht in der Regel darin, einen ursprünglich harten Kunststoff biegsam und flexibel zu machen. Mit ihrer Hilfe bekommen Puppen, Bälle, Quietsche-Entchen und Beißringe die Konsistenz, die die Kleinen lieben. Um dieses Ergebnis zu erzielen, enthält der Kunststoff oft einen sehr hohen Anteil dieser Substanzen – bis zu 50 Prozent.
Gefährlich sind vor allem bestimmte Weichmacher, die so genannten Phthalate, außerdem die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK), die in Spuren in den Weichmachern enthalten sein können. Phthalate werden in zahlreichen Produkten eingesetzt, sind aber in der Europäischen Union für Kleinkinderspielzeug (Kinder bis drei Jahren) verboten.
Trotz des Verbots finden Kontrolleure immer wieder Phthalate im Spielzeug. Dabei handelt es sich oft um Billigprodukte, die aus China eingeführt wurden. Phthalate, die sich beim Kauf gelegentlich durch einen strengen Geruch verraten, werden von den Kleinkindern über den Speichel aufgenommen und wirken im Körper wie Hormone. Dies kann Hoden, Leber und Nieren schädigen.
Es gibt aber Alternativen: Im Gegensatz zu Phthalaten gelten andere Weichmacher, beispielsweise Hexamoll, als gesundheitlich unbedenklich. Viele Substanzen sind allerdings in ihren Auswirkungen auf den menschlichen Organismus noch nicht ausreichend erforscht. Wer jedes Restrisiko ausschließen will, muss auf Spielzeug aus weichem Kunststoff bzw. PVC verzichten.