Farbstoffe
Viele Kinder und Erwachsene mögen buntes Spielzeug. Die meisten Produkte sind unbedenklich, aber immer wieder finden sich dort gefährliche Farbstoffe.
Besonders häufig machen so genannte Azofarbstoffe, mit denen sich Textilien und Stoffpuppen intensiv färben lassen, negative Schlagzeilen. Von diesen Farbstoffen, die es in zahlreichen (darunter auch unbedenklichen) chemischen Variationen gibt, geht eine Krebsgefahr aus. Viele Azofarbstoffe sind für “Gebrauchsmittel” wie Lebensmittel oder Spielzeug verboten und dürfen auch nicht in importierten Produkten enthalten sein. Wenn Hersteller diese Gesetze manchmal übertreten, gefährden sie das Wohl der Kinder. Andere Azofarbstoffe sind in als unsensibel geltenden Bereichen weiterhin legal im Einsatz.
Wurden noch vor einigen Jahrzehnten zahlreiche Farbstoffe recht bedenkenlos verwendet, werden heute viel strengere Maßstäbe und Grenzwerte angelegt. Immer neue Substanzen werden als giftig oder krebserregend enttarnt. Das gilt z.B. für Anilin, einen Ausgangsstoff für Azofarbstoffe, der im Verdacht steht Krebs auszulösen und der noch im Jahr 2009 in verschiedenen Handpuppen gefunden wurde. Ein weiteres brisantes Thema sind Schwermetalle – wie das Blei, das 2007 in farbigem Kinderspielzeug des Herstellers Mattel gefunden wurde.
Wer die genannten Gefahren minimieren möchte, sollte vor allem bei gefärbten Stoffen und Puppen für Kleinkinder kritisch hinsehen und Billigware ohne Herkunftsbezeichnung meiden.